Digital ergänzt, nicht ersetzt: Blended Care mit digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA) in der Behandlung depressiver Störungen – Evidenz und Praxisbeispiele aus der psychotherapeutischen Niederlassung und Universitätsambulanz.
ohne Kategorie
3 CME-Punkte
kostenlos
Veranstalter
noch offenLivestream
Depressive Störungen zählen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen, doch die ambulante psychotherapeutische Versorgung stößt vielerorts an ihre Kapazitätsgrenzen. Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) können diese Versorgungslücke sinnvoll ergänzen, ohne die Präsenztherapie zu ersetzen. Der Vortrag ordnet DiGA in den aktuellen Leitlinienkontext (S3-Leitlinie Unipolare Depression) sowie in die regulatorischen Grundlagen (BfArM-Zulassung, Verordnung, Erstattung) ein und beleuchtet die derzeitige Studienlage zu Wirksamkeit und Evidenzqualität. Im Zentrum steht das Konzept von Blended Care – die systematische Verzahnung von Face-to-Face-Psychotherapie mit digitalen Anwendungen. Anhand von Fallbeispielen aus eigener niedergelassener Praxis und der Privatambulanz einer psychiatrischen Universitätsklinik wird die praktische Umsetzung illustriert, abschließend werden typische Herausforderungen und Zukunftsperspektiven diskutiert.

PD Dr. phil. Dipl. Psych. Dipl. Theol. Rita Bauer
Psychologische Psychotherapeutin(VT), Psychoonkologin, Supervision tätig in der Privatambulanz am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, Technische Universität Dresden sowie in eigener Privatpraxis in Dresden