Digitale Gesundheitsanwendungen bei Depression: Einsatz vor, während und nach stationärer Behandlung
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Der Vortrag beleuchtet, wie zugelassene digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) bei Patientinnen und Patienten mit Depression entlang der gesamten Versorgungskette einer psychiatrischen Klinik strukturiert eingesetzt werden können – von der Zuweisung und Vorbereitung auf die Psychotherapie über den stationären Aufenthalt bis hin zu Entlassmanagement, hausärztlicher Weiterbehandlung und Versorgung in der psychiatrischen Institutsambulanz. Dabei wird aufgezeigt, wie DiGA die psychoedukative Vorbereitung, das Symptommonitoring und die Unterstützung der Face-to-Face-Psychotherapie im stationären Setting sowie die Sicherung von Kontinuität und Adhärenz im Übergang in die ambulante Weiterbehandlung ermöglichen und konzeptionell als verbindendes Element zwischen Klinik, Hausarztpraxis und fachpsychiatrischer Versorgung fungieren können. Ein besonderer Fokus liegt auf den rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen der Verordnung im Entlassmanagement nach § 39 Abs. 1a SGB V, der Nutzung von DiGA zur Überbrückung von Versorgungsbrüchen bei Entlassung in die hausärztliche Behandlung sowie auf den Implikationen für interprofessionelle Therapieplanung, sektorübergreifende Prozessgestaltung und Verlaufs-Monitoring.

Prof. Dr. Michael Landgrebe
Stellv. Direktor der kbo-Lech-Mangfall-Kliniken gGmbH und Chefarzt der kbo-Lech-Mangfall-Klinik Agatharied