Wissenschaftliche Evidenz und praktische Anwendung von DiGA in der Therapie affektiver Störungen. Ein Update.
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3 CME-Punkte
kostenlos
Veranstalter
noch offenLivestream
Kernthema
Diese CME-Fortbildung vermittelt, wie Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) bei Depression evidenzbasiert in bestehende Versorgungspfade integriert werden – als strukturierte digitale Interventionen mit psychoedukativen, kognitiv-verhaltenstherapeutischen und Selbstmanagement-Elementen. Schwerpunkt ist die klinisch sinnvolle Einbettung: Nutzen, Grenzen, Patientenselektion, Verlaufskontrolle und Sicherheit.
Kurzinfo (für die schnelle Entscheidung)
Zielgruppe: Ärztinnen und Ärzte sowie Psychotherapeut:innen (ambulant und stationär)
CME-Punkte: nicht angegeben
Format: nicht angegeben
Ablauf/Dauer: nicht angegeben
Hinweis: Inhalte sind so aufbereitet, dass sie direkt in die Praxisübertragung und in strukturierte Behandlungsentscheidungen einfließen können.
Was Sie als Behandler:in konkret gewinnen
Sie erhalten anwendbares Wissen zur evidenzbasierten Versorgung depressiver Patient:innen mit digitalen Interventionen – inklusive Indikationsstellung, Monitoring und Risikomanagement.
Fachlich/klinisch: Einordnung der Studienlage (randomisierte Studien, Metaanalysen) zu internet- und mobilbasierten Interventionen; Interpretation von Effektstärken und Grenzen der Übertragbarkeit (Heterogenität, selektive Studienpopulationen, begrenzte Langzeitdaten).
Versorgungsbezogen: Ableitung praktikabler Einsatzszenarien entlang von Versorgungspfaden (z. B. Überbrückung von Wartezeiten, Ergänzung bestehender Therapie, Rückfallprophylaxe).
Abrechnungs- und Implementierungsbezug: Relevante Voraussetzungen für die Nutzung in der Routineversorgung (klare therapeutische Einbettung, Verlaufskontrolle, Adhärenzförderung, Datenschutz) – ohne Aussagen zu konkreten Abrechnungsziffern, da nicht vorliegend.
Kernaussagen zur Evidenz und Einordnung
Digitale Interventionen reduzieren depressive Symptome gegenüber Kontrollbedingungen, ersetzen aber in der Regel nicht leitliniengerechte Psychotherapie oder Pharmakotherapie. Die Evidenz spricht primär für einen additiven bzw. überbrückenden Nutzen.
Wirksamkeit: Symptomreduktion in kontrollierten Studien; Relevanz abhängig von Interventionstyp und Vergleichsgruppe.
Grenzen: Heterogene Interventionen, unterschiedliche Kontrollbedingungen, eingeschränkte Langzeitwirksamkeit.
Praxisrelevanz: Nutzen entsteht im klinischen Kontext (Selektion, Einbettung, Monitoring).
Für welche Patient:innen DiGA besonders relevant sind
DiGA eignen sich vor allem bei leichter bis mittelschwerer depressiver Symptomatik und als Ergänzung etablierter Behandlung. Der Einsatz sollte strukturiert erfolgen.
Unterstützung von multimodaler Behandlung (Psychoedukation, KVT-nahe Elemente, Selbstmanagement)
Einsatz während Wartezeiten auf Therapieplätze
Rückfallprophylaxe und Verlaufsstabilisierung
Erfordernisse: Patientenselektion, regelmäßige Verlaufskontrolle, Adhärenz- und Krisenmanagement, Datenschutz

Prof. Dr. med. Dieter F. Braus
Direktor Vitos Institut für Prävention und Präzisionspsychiatrie, Privatambulanz Vitos Rheingau