Kranus Edera

Hersteller: Kranus Health GmbH
Kategorie: Erektile Dysfunktion
DiGA Status: vorläufig aufgenommen

PZN:

  • 17946632

Empfohlene Nutzungsdauer:

12 Wochen

Risikoklasse:

I

Zusatzgeräte:

Apple Geräten ab iOS 13.x, Android Geräten ab Version 6.x

Plattformen:

  • Android
  • iPhone

Altersgruppen:

  • 18-65
  • 65+
Anzuwenden bei:
  • N48.4
Nicht anzuwenden bei:
  • I20.0
  • I25.20

Kurzbeschreibung:

Kranus Edera ist eine digitale Gesundheitsanwendung zur ganzheitlichen Behandlung von Erektionsstörungen und ihren Ursachen. Die alleinstehende Therapie unterstützt Männer mit erektiler Dysfunktion selbst aktiv an ihrer Behandlung teil zu haben und hilft Ärztinnen und Ärzten dabei die Empfehlungen der Leitlinien zur Behandlung von Erektionsstörungen umzusetzen und so die Therapieoptionen zu erweitern. Anwender der App absolvieren ein 12-Wochen Programm aus den Bausteinen Beckenbodentraining, physiotherapeutische Übungen, kardiovaskuläres Ausdauertraining sowie Achtsamkeits- und sexualtherapeutische Übungen. Patienten erhalten wöchentlich neue Übungen, die in ihrer Intensität und Komplexität fortlaufend angepasst werden. Ergänzt wird die Therapie durch Wissensvermittlung über die Erkrankung und hilfreiche Tipps, z.B. zur Ernährung und zu vorbeugenden Maßnahmen. Die DiGA bietet eine ganzheitliche, ursachenorientierte Therapie zur Behandlung der erektilen Dysfunktion für die folgenden Indikationen:

● N48.4 Impotenz organischen Ursprungs

Wirkungsweise:

Erektionsstörungen sind oft multifaktoriell verursacht und haben eine Reihe von Risikofaktoren, die sie begünstigen. Von den ungesunden Lebensstilfaktoren spielt körperliche Inaktivität die größte Rolle. Körperliche Aktivität kann durch Beeinflussung des Glukose- und Fettmetabolismus, der Regulierung des Blutdrucks, der Produktion von Stickstoffmonoxid und einer Hormonregulierung positive Einflüsse auf die Erektionsfähigkeit haben. Beckenbodentraining wirkt über eine Erhöhung des intrakorporalen Drucks und vermindertem venösen Abstrom aus dem Corpus cavernosum. Weiterhin wird die mentale Komponente der erektilen Dysfunktion durch gezielte sexualtherapeutische Körperselbsterfahrungen und Achtsamkeitsübungen thematisiert. Ergänzend erhalten Patienten täglich Bildungsinhalte, um ihr Verständnis für die zugrundeliegenden Prinzipien der erektilen Funktion und Einfluss von Lebensstilfaktoren, wie z. B. Ernährung oder Stress, auf die erektile Dysfunktion zu verbessern. Kranus Edera unterstützt die Umsetzung der medizinischen Leitlinien. Ziel ist neben der Verbesserung der Erektion eine bessere Gesundheitswahrnehmung und Patientensouveränität. Die Therapie lässt sich gut in den Alltag integrieren und die Anwendung per App erfolgt für Patienten diskret und einfach.

Funktionen:

Kranus Edera kann auf dem Smartphone oder Tablet verwendet werden. Um einen langfristigen, anhaltenden Therapieerfolg zu erreichen, zielt die App darauf, das gesundheitsrelevante Verhalten der Patienten zu verändern.
Anwender der App durchlaufen ein 12-wöchiges Programm mit folgenden Inhalten:

• Beckenbodentraining
• Kardiovaskulärem Training
• Physiotherapeutischen Übungen
• Mentalen Übungen
• Sexualtherapeutischen Übungen
• Wissensvermittlung

Im Bereich “Wissen” wird wöchentlich ein neues Thema behandelt. Patienten erhalten täglich neue Informationen u. a. zu Erektionsstörungen, ihren Ursachen und der Behandlung, zu notwendigen Lebensstilveränderungen und der Ernährung, zu Psyche und Partnerschaft sowie Präventionsmaßnahmen. Die App bietet die Möglichkeit, die eingetragenen Daten zu speichern und für den Arzt oder seine eigene Krankenakte im Format “PDF” zu exportieren und wenn nötig auszudrucken.

Evidenz:

Laut Leitlinien sollte bei einer erektilen Dysfunktion vor medikamentöser Therapie eine Lebensstiländerung erfolgen und behandelbare Ursachen behoben werden. Kranus Edera unterstützt die Umsetzung der Leitlinien durch Änderung des Lebensstils und Reduktion von Risikofaktoren (mehr Bewegung, Körpergewichtsreduktion, Nikotinverzicht). Ziel ist neben einer Verbesserung der Erektionsfähigkeit auch eine bessere Gesundheitswahrnehmung und Patientensouveränität zu erreichen.
Alle Bausteine der App beruhen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen aus Metaanalysen oder randomisiert kontrollierten Studien. Erektionsstörungen sind aufgrund der hohen Anzahl betroffener Männer und der weitreichenden negativen Auswirkungen dieser Störungen ein bedeutsames Gesundheitsproblem, welches multifaktorielle Ursachen hat und einen multimodalen Behandlungsansatz benötigt.

Positive Versorgungseffekte:

- Verbesserung des Gesundheitszustandes (erektile Funktion, gemessen mit validiertem IIEF-5 Fragebogen), Verbesserung der Lebensqualität (gemessen mit validiertem QoL-MED-Fragebogen)

- Die Patientensouveränität wird durch die aktive Selbstbehandlung (im Gegensatz zur "passiven" Einnahme von Medikamenten) der eigenen Erkrankung und durch edukative Inhalte, wie Hintergrundinformationen zur Erkrankung und zur Wirkweise der Therapie, positiv beeinflusst. Die Quantifizierung dieses Einflusses erfolgt über den validierten Fragebogen PAM-13.

Erektionsstörungen sind oft zeit- und kostenaufwendig in der Diagnostik und Therapie. Eine erektile Dysfunktion kann als frühes Warnsystem für Erkrankungen wie KHK, Myokardinfarkt, arterieller Hypertonie und pAVK gesehen werden. Weiterhin können Erektionsstörungen die physische und psychische Gesundheit negativ beeinflussen und wirken sich somit auch auf die Lebensqualität des Betroffenen und seiner Partnerschaft aus. Die von den Leitlinien geforderte Beratung und Umsetzung hinsichtlich Reduktion von Risikofaktoren mittels Lebensstilveränderung ist im klinischen Alltag oft nicht umsetzbar. Auch Ansätze wie Beckenbodentraining oder Achtsamkeitstraining kommen zu kurz, da es an der Umsetzung oder den Kapazitäten scheitert. Hier kann eine digitale Gesundheitsanwendung Abhilfe schaffen. Neben einer Verbesserung der Erektionsfähigkeit soll so auch eine bessere Umsetzung der Leitlinien ermöglicht werden. Zusätzlich steigert das Programm die Lebensqualität der Patienten und trägt zur Verbesserung der Patientensouveränität bei.
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